WWOOFing im Cobbold Gorge Village

21st Juni, 2010 - Posted by Simon - 2 Comments

Nach Cairns ging es weiter durch die Atherton Tablelands in Richtung unseres nächsten Ziels. Der Cobbold Gorge Village. Auf unserem Weg dorthin haben wir noch beim Geheimtipp eines Australiers übernachtet. Dem Mt. Garnet Raceway. Raceways sind große Anlagen mit Pferderennbahn und Rodeo, die allerdings meistens nur einmal im Jahr verwendet werden und sonst leer stehen. Dort findet man dann meistens gute Santiäre Anlagen.

Die Duschen haben wir allerdings nicht gebraucht, da wir am Nachmittag bei den Innes Hot Springs halt gemacht haben. Dort gibt es einfach ein Bächlein in dem heißen Wasser an die Oberfläche tritt. Wenn man ein bisschen Geld zahlt, kann man in einer kleinen Anlage baden gehen, die von den heißen Quellen gespeist wird. Wenn man 3 Monate kein heißes Bad mehr hatte ist das einfach unglaublich…selbst wenns Außen heiß ist ; ).

Das Cobbold Gorge Village hatten wir uns 2-3 Wochen vorher als unser nächstes WWOOFing Ziel auserkoren. Warum? 1200km² Fläche, über 10.000 Rinder und ein Touristenresort klingen nach einer spannenden Mischung. Und unsere Erwartungen wurden übertroffen. Nachdem wir uns 90km über Gravelroad gekämpft hatten und schon ein bisschen Angst hatten was uns denn so weit vom Schuss noch erwarten kann, sind wir endlich angekommen. Plötzlich irgendwo im Nirgendwo (jedenfalls für einen Deutschen ; )ist da ein Pool und ein See und eine Bar….. Kulturschock 😀

Nach einem ein bisschen distanzierten Empfang durch Gaye (die Wwoofing-Hostin) haben wir erstmal unsere Domizile bezogen. Nach endlosen Nächten in 8er Zimmern und Autokofferraumen hat jeder ein eigenes Zimmer. Mit Fernseher, Kühlschrank und sogar eigener Dusche. LUXUS!!! Danach hatten wir für den Tag erstmal frei.

In den nächsten Tagen haben wir dann alle Angestellten kennengelernt.
Simon & Gaye: Besitzer und Manager
Paul & Sue: Kiwis (Neuseeländer) und für das (leckere) Essen zuständig
Quentin & Graham & Jim: Führer und wenig für alles zuständig
Daniel: Kiwi und Helikopter Pilot

Gearbeitet wird für ca. 5-6 Std. am Tag wobei es manchmal auch schon 8-9 Stunden sein können. Die Arbeitsfelder sind ziemlich unterschiedlich. Es geht vom Rasenmähen, über Helfen in der Küche, Sanitäre Anlagen säubern, Fenster putzen, Kanal reinigen bis hin zum Cattle Mustering (arbeiten mit den Kühen), was wohl das spannenste bist jetzt war. Dabei hatten wir echt Glück, weil das normalerweise nur 5-6 mal im Jahr gemacht wird und wir nur einen Tag warten mussten.
Beim Cattle Mustering werden die Kühe in einem Großen Gatter (Yard) zusammengetrieben (in unserem Fall mit Hilfe eines Helikopters). Dort werden sie dann sortiert und mit ihnen gemacht was gemacht werden muss ; ) In unserem Fall wurden nur Schwanger Mutterkühe an eine andere Station verkauft. Diese mussten – falls noch nicht vorhanden – mit einer Ohrmarke versehen werden. Dazu wurden sie einzeln durch einen schmalen Gang getrieben. Sobald sie den Kopf am Ende rausstrecken, wird dieser eingeklemmt und das Ohr gepierct. Ist halb so brutal wie es klingt oder aussieht.

2 Tage später wurden diese Kühe dann auch große Trucks – sogenannten Roadtrains – (mit bis zu 4 Anhängern) verladen und zu abtransportiert. Irgendwie schon imposant zu sehen wie 400 Kopf Vieh verladen werden.

Das Cobbold Gorge Village hat seinen Namen von der Cobbold Gorge. Eine Gorge ist eine Schlucht durch die eine Fluss oder Bach fließt, in diesem Fall der Cobbold Creek. Während der Regenzeit ist dieses Bächlein ein reisender Fluss. Es ist auch Heimat für einige Krokodile. Sind aber alles Süßwasserkroks, die nicht einem nicht wirklich weh tun können (ihr größte Nahrung sind 15cm lange Fische) und auch nicht aggressiv sind. Im Winter (also zwischen April und Oktober) ist es allerdings mit dem Elektroboot befahrbar und wirklich schön.
Da es in der Region vor nicht all zu langer Zeit noch vulkanische Aktivitäten gegeben hat (siehe auch die heißen Quellen) gibt es hier jede Menge Edelsteine und Gold. Eine der Lieblingsaktivitäten der Australier ist deshalb auch das sogenannte Fosiking, das suchen nach Edelsteinen. Die Gegend um die Robin Hood Station (zu dem das Cobbold Gorge Village gehört) ist bekannt für seine Agate, von denen wir auch gleich ein ganzes Säckchen gefunden haben.

Was wirklich faszinierend an diesem Ort ist, ist das obwohl man zum einkaufen in den nächsten größeren Ort (mit über 1000 Einwohnern) 7 Stunden einfach fahren muss, es alles gibt. Das Wasser ist deutlich besser als in vielen der großen Städten. Es gibt immer frisches Obst und Gemüse. Das Internet ist fast so schnell wie in Sydney (nur deutlich teurer ; ). Und die Menschen….die sind noch ein bisschen freundlicher und offener als im Rest Australiens!

Das mit den Fotos im Beitrag will hier irgendwie nicht so richtig klappen…deswegen müsst ihr euch sie wohl alle in der Fotogalerie anschauen. Fotos zur Cobbold Gorge

Posted on: Juni 21, 2010

Filed under: Allgemein

2 Comments

domi

Juni 21st, 2010 at 21:38    


Das letze bild ist ja am besten fußball um 04:30Uhr deutschland – ausralien ‚g‘
als australier hät man da wahrscheinlich lieber weiter geschlafen 😉

Madi

Juni 22nd, 2010 at 14:01    


beeindruckend…des hört sich irgendwie alles nach irgendeinem alten westernfilm an,den ma mit pool und so weng aufgepimpt hat…

Leave a reply

Name *

Mail *

Website