Wieviel Abenteuer gehn in 48 Stunden?

23rd Juni, 2010 - Posted by Simon - No Comments

Mehr als ich gedacht hab auf jeden Fall! Jedenfalls dann wenn man zu Besuch auf der Heliman Creek Station bei Quentin (19 Jahre alt und Führer im Cobbold Gorge Village) ist.

Die Fahrt zur Heliman Station ging erstmal eien dreiviertel Stunde über Gravelroad. Man kann auf diesen besseren Feldwegen tatsächlich 100km/h fahren! (Angeblich auch 140-150 km/h, aber das probier ich lieber nicht aus.) Wie bereits vorher angekündigt war dann an einem ausgetrockneten Flussbett für uns Schluss und wir mussten unseren geliebten Wombat zurücklassen.

Quinis Zuhause ist eine kleine Oase. Mitten im roten Staub des Outbacks ist da plötzlich eine grüne Wiese mit Blumen und Palmen. Nachdem wir kurz Hallo zu Family (Dad, Mum und Schwester) und zum Hausschwein Stinky gesagt haben, gings kurz eine kleine Motorbike fahren.
Eine Oase in der Wüste

Danach sind wir in einen Toyota Landcruiser von 1976 umgestiegen, um nach den Kühen zu schauen. Erstaunlich wo dieser Oldtimer alles durchkommt. Auf dem Rückweg wollte er dann nicht anspringen. Da kam dann deutsches Autoanschiebwissen zum Einsatz (kurze Gedenkminute an den roten Golf =). Das einzige Problem war das der Toyota eine Luftbremse hat, die man aufpumpen muss. Nachdem er angesprungen war, waren dann noch 5m Z eit die Bremse aufzupumpen…. Im Endeffekt ist er dann 100m vom Haus entfernt aber nochmal in einer Senke stehengeblieben und wurde dann einfach stehengelassen. (Am nächsten Tag ging er dann einfach wieder.)

Dann ging es Angeln.

Quinis Dad: Ist jmd. von euch schon mal Quad gefahren?
Wir: Öhm…..vor ein paar Jahren mal kurz.
Quini: Das bring euch in 10 Sekunden bei.
20 Sekunden später sind Fabi und ich Quini auf dem Motorbike hinterher gedüst. Der Tacho ging nicht, aber ich schätz die Geschwindigkeit mal auf zwischen 50-70 km/h.

Am Fischloch angekommen, gings dann auch gleich los mit dem Angeln. Jeder hat etwas gefangen. Fabi seine ersten Fische. Quini und Keira extra große Fische (was zu einem kleinen Geschwisterbattle geführt hat) und ich hab mit meiner berühmt berüchtigten Angelflasche für eine kleine Sensation gesorgt, als ich Süßwassergarnele geangelt hab (sehr sehr lecker). Fabi und Quini haben sich dann auch noch je eine Schildkröte geangelt (und wieder zurückgesetzt). Passiert hier scheinbar öfters.

Dann ging es den wilden Ritt wieder nach Hause. Dort wurden dann die Gewehre geladen und auf gings auf die Schweinejagd. Schweinjagd bedeutete, dass Fabi und ich mit einer Hand krampfhaft das Gewehr festhielten und mit der anderen uns, um nicht vom Quad zu fallen mit dem Quini mit gefühlten 70 km/h durch den australischen Busch raste. Wir haben zum Glück keine Schweine gefunden. In diesem Fall hatte Quini nämlich angesagt das wir uns festhalten sollten, weil er dann noch schnell fahren würde (keine Ahnung wie das hätte funktionieren sollen…). Nach der Erfolglosen Jagd wurde dann erst einmal zünftig gegrillt, mit viel Fleisch und homebrewed Bier.

Der nächste Tag begann mit ein bisschen Cattle Work. D.h. Kühe im Yard rumtreiben. Danach ging es wieder mit Quad und Motorbike in den Bush. Diesmal wollte uns Quini Aboriginiekunst zeigen. Die haben wir dann auch tatsächlich gefunden. Diesmal waren es nicht nur Hände, sondern auch Carvings und seltsame Gemälde (wir wissen nicht genau, ob sie wirklich von Aborigines sind. Von auf den Felsen hatte man dann einen ziemlich weiten Ausblick über Bushland, Bushland und noch viel mehr Bushland.

Zurück auf der Farm haben wir dann erstmal ein bisschen mit Stinky dem Hausschwein gespielt und ich hab mich am Rugby gespielt. (Tipp: Man sollte sich keinen 120kg Hühnen raussuchen um es auszuprobieren!). Danach ging es ein bisschen mit dem Motorbike in den Bush (Fabi hat es trotz negativer Selbstprognose überlebt) und dann egtl. direkt vom Motorbike Sattel in den Pferdesattel.

Dave (Quninis Vater) ist ehemaliger Bronoco Rider (d.h. er hat wilde Pferde im Rodeo geritten) und hat uns erstmal eingewiesen. Fabi und ich durften das 25.000$ Pferd reiten und Dave das 5.000$ Pferd. Der Unterschied war scheinbar einfach, das unseres mehr im Kopf hatte und deswegen verhindert hat das Newbies wie wir uns den Hals brechen. Auf der Station gibt es Übrigends 9 Pferde, von denen aber immer nur 3 gleichzeitig verwendet werden. Die anderen Rennen irgendwo in der Gegend rum.

Nach dem spaßigen Ausritt, ging es noch mal auf Jagd. Diesmal zu Fuß um unsere Chancen ein bisschen zu erhöhen. Nach 1-2 km durch den Busch, ohne irgendwas zu sehen, zeigte uns Quini an vorsichtig zu machen. Nach 50m anschleichen waren wir bis auf 40m herangekommen. Das war auch notwendig da es die maximale Reichweite für mein Gewehr war. (Mein Gewehr war ein .22 Kleinkaliber, in Deutschland verwendet man das Kaliber zum Kaninchen schießen : ) Quini hatte den ersten Schuss, woraufhin meine Zielschwein erstmal 20m weiter rannte. Aber nachdem mir gesagt wurde, dass ich 15 Schuss im Magazin hatte und man normalerweise sowieso mehrere Schüsse braucht probierte ich mein Glück. Im ersten Schuss brach das Schwein zusammen und konnte später von uns mit dem Messer getötet werden. (Nicht so schöne Geschichte, kann auf Wunsch irgendwann mal mündlich erzält werden.) Quini hatte seine Sau auch gestreckt und so war es alles in allem ein sehr gelungener Jagdausflug. Das Saujagd in Australien nicht besonders viel mit der in Deutschland zu tun hat, besagt schon die Tatsache das man mit Kaliber .22 auf Schweine schießt und man sich bis auf 40m ohne Probleme an die Rotte anpirschen kann. Mit 70kg war die Sau aber nicht wirklich schwach muss man sagen.Zurück zum Homestead ging es dann in der Dunkelheit wo wir dann den Abend bei einem Bier ausklingen lassen haben.

Zusammengefasst hatten wir damit in 48 Stunden:
– Aboriginie Art
– Motorbike fahren
– Quad fahren
– Pferd reiten
– Angeln
– Cattle Work
– Jagen
– Und supernette Australier kennengelernt…

Das mit dem Fotos einfügen,mag wieder nicht und das Internet ist zu langsam um herrauszufinden warum.

Deswegen gibts die Fotos zum Urlaub wieder nur in der Foto-Galerie.

Posted on: Juni 23, 2010

Filed under: Allgemein

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